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Pfarrbrief Mai Juni Juli August

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

vor uns liegt ein so Gott will schöner und erholsamer Sommer. Ein Sommer, der hoffentlich beides bringt, viel Sonne zum Entspannen und Erholen und ausreichend Regen, der die Natur wachsen lässt und auch uns Menschen mit Wasser versorgt.
Diese lange schöne Zeit bietet auch im Glaubensleben Raum für beides: für Phasen des kräftigen Wachsens und für Phasen, in denen man sich einfach von der Liebe Gottes zu uns Menschen bescheinen und stärken lässt.
So hoffe ich sehr, dass für jeden entsprechende Erfahrungen erlebbar sind. Für einige mag dabei auch eine Entscheidung reifen und manches umgesetzt werden. Vieles, was lange prägend war, wird bei manchem auch einen Abschluss finden und Neues beginnen, so beispielsweise Schülern, die das Abitur abgelegt oder einen anderen Abschluss gemacht haben und für die nach dem Sommer ein ganz neuer Abschnitt im Leben beginnt.
All das möge gut mit Gott, mit anderen Menschen und sich selbst bedacht und durchdacht sein.
In dieser Zeit des Sommers muss sich unsere Pfarrei schließlich nach vielem Überlegen entscheiden, in welchem Raum sich unsere Gemeinde zukünftig am besten beheimatet sieht.
Dabei wurde angestrebt, einen möglichst großen Teil der Gemeinde einzubeziehen. Die letzten Schritte waren dabei die Vorstellung von drei möglichen Modellen, in denen jetzige Pfarreien zusammengeschlossen werden können. Ein Modell ist dabei ein Zusammengehen der Pfarrei Zossen mit unserer Pfarrei, das zweite Modell fügt dazu noch die Pfarrei Luckenwalde hinzu und das dritte Modell zusätzlich noch die Pfarrei Teltow. Diese drei Vorschläge wurden am Pfingstmontag in Ludwigsfelde vorgestellt plus einem Blatt für weitere Ideen. Dabei kam ein weiterer Vorschlag hinzu: aus den derzeitigen Kirchorten drei neue Pfarreien zu bilden: Jüterbog + Luckenwalde + Trebbin, Ludwigsfelde + Teltow + Kleinmachnow, Zossen + Rangsdorf + Blankenfelde. Als Ergebnis ergab sich ein Stimmungsbild mit fast gleich vielen Stimmen für alle vier Vorschläge.
Auf der Klausurtagung in Jüterbog am 10. Juni berieten der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand weiter darüber. Dabei wurde erkennbar, dass es in allen drei Kirchorten unserer Pfarrei starke innere Verbindungen vieler Gemeindemitglieder zu benachbarten Kirchen anderer Pfarreien gibt. Diese stammen meist aus Zeiten, die weit vor der Fusion von 2005 liegen und bis heute wirkmächtiger sind als diese Fusion. All das führte dazu, dass der Ludwigsfelder Vorschlag weiter entwickelt wurde, da man davon ausging, dass die Bistumsleitung auf keinen Fall drei neue Räume billigen würde. Somit entstand der Vorschlag, zwei Räume entlang der Verkehrsachsen zu bilden, also Jüterbog, Luckenwalde, Trebbin, Teltow und Kleinmachnow im wesentlichen entlang der B101/Anhalter Bahn und Zossen, Rangsdorf und Blankenfelde entlang der B96/Dresdener Bahn.
Diese vier Vorschläge wurden am Sonntag nach Fronleichnam in Blankenfelde vorgestellt und bei diesem Stimmungsbild wurde die Meinung deutlich, entweder einen Raum aus den jetzigen Pfarreien Blankenfelde-Ludwigsfelde-Trebbin und Zossen-Rangsdorf oder die Variante orientiert an den Verkehrsachsen zu bilden. Seitens der Nachbarn wurde uns signalisiert, dass die Luckenwalder auf jeden Fall mit Teltow zusammen gehen wollen. Sowohl die Teltower als auch die Luckenwalder Pfarrei sind offen für drei Varianten: entweder der große Raum, oder Teltow mit Luckenwalde und unsere Pfarrei mit Zossen oder die Variante auf Basis der Verkehrsachsen. Für eine Entscheidung in dieser Frage ist eine gemeinsame Sitzung unserer Gremien für den 13. Juli angesetzt.
Das ist eine vielleicht recht lange Darstellung des Entwicklungsganges, stellt jedoch nur ansatzweise dar, wieviel Kraft und Zeit dieser Strukturprozess bereits allein in unserer Gemeinde gebunden hat.
Das hat auch dazu geführt, dass ein wichtiges anderes Thema, nämlich die Neugestaltung der Priestergräber in Blankenfelde in den letzten Monaten nicht viel voran gekommen ist. Nachdem mehr als zehn verschiedene Entwürfe für die würdige neue Gestaltung eingingen, ist der Weg der Auswahl und Verständigung auf einen Entwurf kein leichter, zumal auch alle früheren und zukünftigen Blankenfelder Pfarrer berücksichtigt werden sollen. Ob zukünftige Pfarrer zu berücksichtigen sind, hängt wiederum von der Strukturreform ab. Viele Entwürfe sind gut gelungen und sprechen Menschen an, doch leider gibt es bisher keinen Entwurf, der eine große Mehrheit gefunden hat.
Vor allem sind in der dafür verantwortlichen Arbeitsgruppe dieselben Ehrenamtlichen aktiv, die sehr viel Zeit in den WGRG Prozess eingebracht und deutlich gemacht haben, dass sie erst nach einer Entscheidung in dieser Frage frei sind für die nächste Sache. In dieser Arbeitsgruppe soll eine Vorauswahl auf drei Entwürfe stattfinden, die anschließend der Gemeinde zur Abstimmung gestellt werden. Würde man alle Entwürfe zur Abstimmung stellen, ginge die Übersichtlichkeit verloren und eine Entscheidung wäre noch weiter erschwert.
Dadurch ist es leider nicht gelungen, hierzu bis zum Sommer nicht nur zu entscheiden, sondern die Entscheidung auch umzusetzen.
Neben den personellen Engpässen in der gemeindlichen Seelsorge gibt es diese auch in der kategorialen Seelsorge. Auf Grund dieser Lage werde ich ab dem 1. Juli zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben auch den Dienst eines nebenamtlichen Bundespolizeiseelsorger für die Ausübung der katholischen Seelsorge und die Erteilung des berufsethischen Unterrichts für den Bundespolizeistandort Berlin übernehmen.
Außerdem haben wir uns entschieden, im kommenden Jahr eine ökumenische Romwallfahrt durchzuführen. Nähere Informationen dazu im extra Artikel.
Ich wünsche allen einen gesegneten Sommer mit vielen interessanten und erholsamen Erfahrungen.

Im Gebet verbunden

Steffen Karas