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Pfarrbrief März April Mai Juni

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

„Steh auf und geh!“ Unter diesem Motto laden Frauen aus Simbabwe zum diesjährigen Weltgebetstag ein, der weltweit und in ökumenischer Gemeinschaft am 6. März 2020 gefeiert wird, auch bei uns in Blankenfelde und Ludwigsfelde. Der Aufruf stammt aus dem Johannesevangelium, das im 5. Kapitel die Heilung eines langjährig Kranken am Teich Betesda erzählt. Der Kranke erklärt Jesus, was ihn alles am gesund werden hindert, doch Jesus sagt ihm schlicht: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“. Jesus traut ihm etwas zu und allein durch diese Mut machende Ansprache wird der Mann gesund und nimmt sein Leben in die Hand. Wohl jeder von uns kennt es aus dem eigenen Leben: Meist finden wir leicht reichlich Begründungen oder Ausreden, warum wir an unserer Situation nichts ändern können. Die Aufforderung Jesu und der Weltgebetstag 2020 können uns Mut machen, Veränderung zu wagen und unser Leben in die Hand zu nehmen.
Am 26. Februar beginnt mit dem Aschermittwoch die österliche Bußzeit. Auch die Fastenzeit können wir als Aufruf verstehen, mal etwas anders zu machen als sonst, Veränderung zu wagen trotz aller Ausreden, die wir dagegen vorbringen können. Lassen wir uns von Jesus Mut machen!
Ein Novum ist für die diesjährige Karwoche in unserer Pfarrei bereits fest eingeplant: Erstmals werden wir mit einer Projektgruppe am Gründonnerstag eine Straßentheater-Szene in Blankenfelde aufführen. An verschiedenen Plätzen des öffentlichen Lebens stellen wir unter dem Titel „Jünger werden!“ szenisch das weltberühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci nach. Auf diesem Weg möchten wir öffentlich auf die Bedeutung des Gründonnerstags aufmerksam machen, von unserem Glauben Zeugnis ablegen und Neues wagen. Die genauen Orte und Zeiten entnehmen Sie bitte den Aushängen und Vermeldungen, wir freuen uns, wenn Sie zugucken kommen!
Die österliche Bußzeit ist geprägt durch eine vielfältige, sprechende Symbolik: Da ist zu Beginn das Aschekreuz, das uns dazu anhält uns zu besinnen und bekehren. Dies in der Fastenzeit auch durchzuhalten, dabei können uns die Heilige Messe und die verschiedenen Andachten in der Fastenzeit helfen: Kreuzwegandachten und die Gebetszeit „25 Minuten mit Gott“. Ab dem Passionssonntag werden die Kreuze in den Kirchen verhüllt, bis sie am Ende der Karfreitagsliturgie wieder feierlich enthüllt werden. Begründungen für diese im 12. Jahrhundert aufkommende Tradition gab es unterschiedliche: Christus habe in der Zeit seines Leidens seine Gottheit verhüllt, argumentierten manche, andere sahen darin eine Erinnerung an die Erniedrigung des Herrn. Vielleicht kann uns das Verhüllen und Enthüllen des Kreuzes dabei helfen, unseren Blick neu auf Jesus Christus zu richten und unser Leben nach ihm auszurichten. Auch das Hungertuch, das alle zwei Jahre neu erscheint und in diesem Jahr ab dem zweiten Fastensonntag in Ludwigsfelde hängen wird, kann dabei helfen in der Fastenzeit einen neuen Blick einzuüben.
Eine weiteres sprechendes Symbol sind die grünen Zweige des Palmsonntags. Sie erinnern zum einen an den Einzug Jesu in Jerusalem, zum anderen werden sie – hinter die Wandkreuze in unseren Häusern gesteckt – zum Zeichen für das neue Leben, das aus dem Kreuz hervorgeht. Diese Symbolik möchten wir in diesem Jahr gerne auch am Karfreitag mit einer Geste aufgreifen, die es andernorts in vielen Gemeinden bereits als lange Tradition gibt: Wir laden Sie herzlich ein, am Karfreitag eine einzelne Schnittblume oder einen grünen Zweig mit in die Gottesdienste in Blankenfelde und Ludwigsfelde zu bringen und sie bei der Kreuzverehrung als Zeichen der Ehrerbietung am Kreuz niederzulegen. Diese Blumen und Zweige werden anschließend in Vasen gesammelt, so dass sie an Ostern als Blumenschmuck dienen und uns Zeichen der Auferstehung sein können.
 

 

Eine segensreiche Zeit wünscht Ihnen
Ihre Judith Lübker