Registrieren     Login    

Pfarrbrief Oktober November Dezember Januar

Geleitwort | Kalender | Nachrichten | Vorschau | Impressum | Drucken |

 

Liebe Schwestern und Brüder,


 

mit dieser Ausgabe erscheint unser Pfarrblatt erstmals als gemeinsame Ausgabe der Pfarreien St. Nikolaus Blankenfelde-Ludwigsfelde-Trebbin und Mariä Unbefleckte Empfängnis Zossen-Rangsdorf. Schon jetzt gibt es zwischen unseren beiden Pfarreien viele Gemeinsamkeiten und Kooperationen wie beispielsweise in der Sakramentenkatechese, Jugend oder RKW. Auch besuchen manche Gemeindemitglieder durchaus Gottesdienste mal am einen, mal am anderen Ort. Es ist gut, voneinander zu wissen und sich gegenseitig zu Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen. Das von nun an gemeinsame Pfarrblatt soll dazu beitragen.
„Wer singt, betet doppelt.“ – an diesen vielzitierten Satz des Heiligen Augustinus musste ich in diesen Monaten der Pandemie häufig denken. Lange war uns das Singen im Gottesdienst – aus triftigen Gründen – untersagt und viele von uns haben den Gemeindegesang schwer vermisst. Ich habe es geradezu als befreiend erlebt, im Sommer unter freiem Himmel wieder aus vollem Herzen singen zu können! Jetzt in der kalten Jahreszeit sind wir in unsere Kirchen zurückgekehrt, aber wir dürfen Gott sei Dank trotzdem singen –  gedämpft durch die Maske zwar, aber immerhin. Denn Singen ist mehr als eine verzichtbare Beigabe zum Gottesdienst. Viele unserer Kirchenlieder transportieren wichtige Glaubensinhalte. Ein Großteil geht auf biblische Texte zurück und oft wird das Wort durch die Musik noch intensiver zum Leuchten gebracht. Gerade aus der nun beginnenden Advents- und Weihnachtszeit sind die vertrauten Lieder kaum wegzudenken. Singen nimmt uns Menschen als Ganzes in Anspruch, wir selbst werden mit Leib und Seele zum Schwingen gebracht. Mir persönlich hilft das Singen, ganz im Hier und Jetzt zu sein – eine wichtige Voraussetzung, um wirklich beten zu können.
Die Bedeutung des Gemeindeliedes ist uns in dieser Zeit noch einmal besonders bewusst geworden. Deshalb entstand die Idee, ein „Lied des Monats“ jeweils besonders in den Blick zu nehmen. Für ein Kirchenjahr haben Michael May und ich für jeden Monat ein Lied aus dem Gotteslob ausgewählt, das wir im Pfarrbrief und auf der Homepage vor-stellen und in den Sonntagsgottesdiensten singen werden. Darunter sind insbesondere auch Lieder, die in unseren Gemeinden noch nicht fest etabliert sind. Auf diese Weise können wir unser Liedrepertoire erweitern und gleichzeitig einzelnen Liedern besondere Aufmerksamkeit schenken. Uns selbst zur geistlichen Stärkung und Gott zum Lobe.
Anders als gehofft, hat uns die Pandemie auch in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit nach wie vor im Griff. Wir bitten Sie deshalb, sich zusätzlich zu den hier im Pfarrblatt veröffentlichten Informationen und Gottesdienstzeiten auch kurzfristig auf unserer Homepage oder im Pfarrbüro zu informieren, insbesondere auch für die Feiertagsgottesdienste. Denn wir müssen damit rechnen, dass kurzfristige Änderungen nötig sein könnten. Bei aller Ungewissheit und Flexibilität bleibt eines sicher: Gott ist mit uns. Und das feiern wir an Weihnachten. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents und Weihnachtszeit!

Der Herr segne euch im Advent;
er schenke eurer Seele Ruhe,
um sich auf ihn auszurichten.
Er lasse den Tau des Himmels auf euch herabkommen,
damit sich euer müder Glaube erfrische.
Er schenke euch die Geduld für sein Kommen,
auf dass ihr sehen werdet, wer er ist:
Immanuel – Gott mit uns.

 

Ihre Judith Lübker