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Pfarrbrief Juni Juli August September

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Liebe Schwestern und Brüder,


 

alljährlich lädt das Hilfswerk Renovabis in den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten zum gemeinsamen Novenengebet ein. Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Im März 1993 wurde Renovabis von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegründet. Es ist damit das jüngste der sechs weltkirchlichen katholischen Hilfswerke in Deutschland: Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio, Caritas International und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger".
Renovabis unterstützt kirchlich-pastorale Projekte, soziale Aufgaben und Bildungsprojekte in 29 Ländern Mittel- und Osteuropas. Derzeit engagiert sich Renovabis besonders für die Menschen in der Ukraine und diejenigen, die vor dem Krieg aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Der lateinische Name Renovabis stammt aus dem Psalm 104: "Emitte Spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae." Auf Deutsch: "Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und du erneuerst das Antlitz der Erde."
Im Jahr 2022 steht die Pfingst-Aktion unter dem Motto "dem glaub’ ich gern!". Das Aktionsplakat zeigt ein blaues Hinweisschild, das in Form eines Piktogramms auf die Wundererzählung von Jesu Gang auf dem verweist: Bei einer nächtlichen stürmischen Bootsfahrt kommt Jesus den Jüngern über den See entgegen. Sie erschrecken, halten ihn zunächst für ein Gespenst. Doch Jesus spricht ihnen Mut zu: "Ich bin es, fürchtet euch nicht!" Petrus eifert seinem Vorbild nach und geht Jesus auf dem Wasser entgegen, bekommt dann aber Angst, beginnt unterzugehen. In seiner Angst schreit er: "Herr, rette mich!" Jesus reicht ihm die Hand, sie steigen ins Boot und der Wind legt sich.
Eine dramatische und beeindruckende Erzählung, die den Leser in ihren Bann zieht. Uns modernen, naturwissenschaftlich geprägten Menschen drängt sich schnell die Frage auf: Sind Jesus und sogar Petrus tatsächlich über das Wasser gelaufen? Unabhängig davon, wie man diese Frage beantwortet, kann die Wundererzählung ein Bild für unser Leben sein. Das ist so manches Mal stürmisch, sei es im Blick auf die weltpolitische Lage, auf die Stürme im privaten Umfeld oder die persönlichen inneren Wogen. Das Evangelium will diese Stürme nicht kleinreden. Aber es macht uns Mut, mit Gottvertrauen unseren Weg zu suchen. Es macht uns Mut, auch neue, vielleicht unmöglich scheinende Wege zu wagen. Und es entlastet uns: Auch wenn wir dabei scheitern, ist Jesus an unserer Seite, reicht uns die Hand und spricht uns zu: "Fürchtet euch nicht!"Im Juni sind wir eingeladen, unseren Glauben gleich durch zwei Hochfeste stärken zu lassen: Am 5. und 6. Juni feiern wir mit dem Pfingstfest das Kommen des Heiligen Geistes, den Jesus uns als Beistand für das Leben gesandt hat. Am 16. Juni ist Fronleichnam, das Fest des Herrenleibes: In der Eucharistie ist Jesus Christus gegenwärtig und für uns Nahrung für die Seele. Dieses Hochfest wollen wir mit einem gemeinsamen Festgottesdienst aller Gemeindeteile unserer beiden Pfarreien St. Nikolaus und Mariä Unbefleckte Empfängnis am Fronleichnamssonntag um 10 Uhr in Trebbin feiern. Nach dem Festgottesdienst in der Kirche St.Josef und einer Prozession durch den benachbarten Park sind alle zu einemBeisammensein im Garten eingeladen.
In Erwartung des Pfingstfestes lasst uns beten:
Komm Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen,
und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
Sende aus deinem Geist,
und alles wird neu geschaffen;
und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.

 

Mit herzlichen Segenswünschen
Ihre Judith Lübker